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Agile Culture Camp


Hamburg, 25.-26. Januar 2019

Agile Culture Camp

Präsenz. Kreativität. Innovation

www.agileculturecamp.de



Kurzbeschreibung

Aktuell gibt es mehrere Organisationsmodelle, die für sich in Anspruch nehmen, Unternehmen agiler, dynamischer und jenseits der klassischen pyramidalen Hierarchie entscheidungsfreudiger zu machen. Sie heißen beispielsweise kollegial geführte Unternehmen, soziokratisch, fluid, dynamisch, Kreisorganisation oder Holacracy.

 

Die Ursprünge dieser anderen Organisationsstruktur reichen bis ins Ende des 18. Jahrhunderts, angetrieben von den Idealen der Französischen Revolution. Die nachlassende Macht von Kirche und Monarchie in Westeuropa gab vielen Menschen die Möglichkeit, selbstbestimmter und autark zu leben. Doch ohne eine Umwelt, die die Qualitäten von sozialer Klugheit, echter Kooperation und Altruismus förderte, konnte sich die Chance auf Selbststeuerung nicht verwirklichen.


Gesellschaftstheoretiker wie August Comte (1798 – 1857), Frank Ward (1843 – 1913) oder Kees Boeke (1884 – 1966) entwarfen alternative Modelle, die die Basis der Soziokratie schufen. Gerard Endenburg (geb.1933) entwickelte die Konstruktion der soziokratischen Organisation, wo der Kreis und die Entscheidung im Konsent die Basisprinzipien bilden.


Frederic Laloux analysiert in seinem bahnbrechenden Buch „Reinventing organizations“ (2015) zunächst die Evolution von pyramidal aufgebauten Organisationsmodellen, ehe er am Beispiel von existierenden Unternehmen aufzeigt, wie sogenannte „evolutionäre“ Organisationen neue Formen wie Kreise oder Netzwerke finden und in ihnen erfolgreicher sind, als Pyramiden.


Die heute existierenden Modelle für agile Unternehmen haben alle aus diesen Quellen geschöpft und sind gleichzeitig beeinflusst von der landes- und branchenkulturellen Herkunft ihrer „Mütter und Väter“. So wurde Holacracy von Brian Robertson als ein Betriebssystem für Organisationen in den USA entwickelt. In der interkulturellen Wissenschaft gilt die USA als ein Land, in dem universalistische Werte richtungsweisend sind. Holacracy nimmt diesen Wert auf. Die von Robertson erarbeitete „Konstitution“ hat Gültigkeit für alle, die auf dieses Modell umsteigen.


Aufbauend auf den Forschungen von Endenburg und Wohland und inspiriert von vielen systemischen Denkerinnen haben Claudia Schröder und Bernd Oestereich (next U, Hamburg) ihr eigenes Unternehmen an die Mitarbeiter verkauft und umfangreiche Erfahrungen mit dem Umstieg auf ein kollegial geführtes Unternehmen gesammelt. Jetzt geben sie
ihr Wissen an Kolleginnen und Führungskräfte weiter. Auch wir, Martina und Heike, gehören zu diesem Lern-Netzwerk.


Die Hauptpraktiken agiler Organisationen sind Selbstführung, Ganzheit und Sinn. In unserem Forschungscamp wollen wir ergründen, ob und welchen Einfluss kulturelle Dimensionen wie Machtverständnis, Kommunikationsstile, Rationalitätskonzepte oder Gender auf den Übergang eines Unternehmens zur agilen Organisationsstruktur haben.

 

 

Innovation wird zunehmend wichtiger. Wir befinden uns gesellschaftlich im großen Übergang – mit teils schmerzhaften und schockierenden Prozessen der Transition - von den auf dem Verbrennen von Fossilien aufbauenden Konsumgesellschaften hin zu einer anderen, die Erde und auf ihr die lebenden Wesen bewahrenden Form des Wirtschaftens und Zusammenlebens.

 

In unserem dritten BarCamp wollen wir die Quellen von Innovation erforschen. Angeregt vom MIT-Aktionsforscher Otto Scharmer, gebürtig aus Hamburg, sind wir uns sehr bewusst: Wirklich profunde Innovation geschieht erst dann, wenn alle Beteiligten mit ihrer ganzen Präsenz anwesend sind. 

 

Das „Agile Culture Camp“ lädt dich ein, dich selbst diesem Transitionsprozess zu stellen - auf den Ebenen des intellektuellen Verstehens, des emotionalen Berührtseins und einer aufgeklärter Verbundenheit mit dem Großen Ganzen. Um zur Quelle von Innovation und Kreativität zu gelangen, nutzen wir die drei Ebenen des Zuhörens von Scharmer, unterstützt durch die Arbeit mit dem Medizinrad und einem Schwellengang in die Natur.

 

Dazu setzen wir bewusst den realen Raum und die vorhandene Zeit der zwei Tage ein. Im zweiten Agile Culture Camp brachte uns der Künstler Klaus Elle seinen agilen Transformationsraum mit. Die Impressionen auf unserer Webseite sind ein lebendiges Zeugnis.  In diesem Raum konnten wir unerwartet tiefgründige Erfahrungen zur Entwicklung eines „agilen Mindsets“ machen. Im dritten Agile Culture Camp bauen wir diesen agilen Raum selbst – miteinander! 

 

Das III. Agile Culture Camp findet vom 25. – 26. Januar 2019 statt.

Es richtet sich an interessierte Führungskräfte, Beraterinnen, Coaches und alle Menschen, die für die Zukunft der Arbeit offen sind.